Zwischen Schlaumeier und verblödetem Ex-Wolf

Von martina monti, 31. August 2014

Hunde sind erwiesenermasser sehr, sehr klug. Das behaupten nicht nur die jeweiligen Besitzer, sondern auch die Wissenschaft. Sie sind sogar cleverer als Menschenaffen, wenn es darum geht, aus der Zusammenarbeit und der Kommunikation mit dem Menschen Vorteile zu ziehen. Das hat vor einigen Jahren dieser spannende Versuch des Leipziger Max-Planck-Instituts (MPI) für evolutionäre Anthropologie erwiesen. Der Einfachheit halber zitiere ich hier mal aus einem Artikel des Magazins „Der Spiegel“ (36/2007; „Was weiss der Hund“), der die seinerzeit neuen Erkenntnisse zusammenfasst:

“ (…) So konnten die Leipziger nachweisen, dass Hunde die vermeintlich so klugen Menschenaffen um Längen schlagen, wenn es darum geht, Gesten von Menschen zu deuten. Die Forscher stellten Schimpansen und Hunden dafür zwei Behälter vor die Nase, nur einer enthielt Futter. Dann zeigten sie mit dem Finger auf das richtige Gefäß. Die Caniden kapierten den Hinweis sofort, während die Affen, genetisch viel näher mit den menschlichen Versuchsleitern verwandt, oft nichts mit den Fingerzeigen anfangen konnten. Mehr noch: Viele Hunde wussten sogar den Blick des Versuchsleiters richtig zu deuten. Schaute der auf den richtigen Topf, suchten sie dort nach Futter. Blickte er zwar in dessen Richtung, aber an einen Punkt darüber an der Wand, werteten die Hunde dies nicht als Hinweis. So sehr sind die vierbeinigen Begleiter auf die Kommunikation mit den Menschen getrimmt, dass die Fähigkeit offenbar fest in ihrem Erbgut verankert ist. Für eine noch unveröffentlichte Studie wiederholten Kaminski und ihre Forscherkollegen den Zeige-Versuch mit sechs Wochen alten Welpen. Auch die Hundebabys kapierten sofort, dass es sich lohnt, dort zu suchen, wohin der menschliche Finger zeigt. „Mit sechs Wochen sind die Welpen noch bei der Mutter, zudem beginnt die sensibelste Phase für die Prägung durch den Menschen erst danach“, erläutert Kaminski. Die treffsichere Interpretation von Menschengesten, folgert sie, muss den Tieren also gleichsam in die Wiege gelegt sein. (…)“

Toll, nicht? Ja, einerseits.

Andererseits ist die selbe Spezies aber unter Umständen nicht in der Lage, einen auf der anderen Strassenseite stehenden Müllsack von einer lebensgefährlichen Bedrohung unterscheiden. Oder einen Stoffhund von einem artgerechten Genossen der lebenden Art.
Und das hat sich der Youtube Kanal „Just for laughs Gags“ für ein kleines Experiment zunutze gemacht, zu dem die Kollegen vom Max-Planck-Insitut gerade die Zeit fehlte. Und die Forschungsgelder …….

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