Besuch beim Frühlingstreffen der Listenhunde-Hilfe Schweiz

Von martina monti, 9. Mai 2012

Angekündigt hatte die Listenhunde-Hilfe Schweiz ein Frühlingstreffen. Und das Interesse von Haltern und Freunden war so gross, dass Prisca Hollenstein und Tamara Dysli nicht alle Anmeldungen berücksichtigen konnten. Einer liess sich jedoch nur zeitweise im luzernischen Triengen blicken: der Frühling. Zwischendurch öffnete der schlecht gelaunte Wetterverantwortliche immer wieder die Schleusen und schickte die Temperaturen in den Keller. Was aber null Auswirkung auf die Stimmung hatte, wozu gibts bitteschön  Regenjacken, Fleecepullover und heissen Kaffee? Mir hätte auch ein Blizzard nichts anhaben können, inmitten all der wunderschönen American Staffs und Bullterrier in allen Variationen plus zweier Rottis kam ich mir vor wie ein Kind im Süsswarenladen. Meine persönlichen Highlights: Ich hab nach langer Zeit Prisca mal wiedergesehen, endlich das tolle Team der Listenhunde-Hilfe und meinen Patenhund Jersy kennengelernt. (Das Mädchen ist ultrahübsch und ein richtiges Energiepaket, hier hat Erika Kuhn, die Fotografin, mal einen Moment erwischt, in dem Jersy kurz auf ihren Hinterbacken sitzen blieb.)

Und last but not least: 

Ich konnte einen ganzen Nachmittag mit meinem Lieblingsteam Karin & Sharon verbringen . 

Das Highlight schlechthin für alle Anwesenden kam jedoch mit einer Meldung per Telefon kurz nach 13 Uhr: die Glarner Landsgemeinde hatte das Rassenverbot knapp abgelehnt

Im Verlauf des Treffens habe ich dermassen viele tolle Leute und Hunde kennengelernt, dass ich mir unmöglich alle Namen merken konnte. Und der Speicher meiner Kamera ist am Ende des Tages aus allen Nähten geplatzt.  Um zu einer annähernd quantitativ verdaubaren Auswahl zu kommen, musste ich also heftig aussortieren und vorweg schon mal „sorry“, dass ich nur einige wenige Hunde und Menschen beim Namen nennen kann.

Für das Frühlingstreffen haben übrigens Sandy Birrer und Family Haus, Hof und Grillierkünste zur Verfügung gestellt. Und solange der Frühling ebenfalls mit von der Partie war, traf man sich draussen.

  

Ansonsten drinnen, bei Vollverpflegung und

„artgerechter“ Deko.

Weils bereits Sharons zweites Listenhunde-Hilfe-Treffen war, konnte er diverse „alte Bekannte“ und Fans begrüssen. Und bei der Gelegenheit auch grad Jersy kennenlernen, die mit ihrer Pflegemama zu Gast war.

Sharon fand Jersy auf Anhieb ein cooles Mädchen.

Scharwenzelscharwenzel …….

Sharons Charmeoffensive konnte Jersy nicht lange widerstehen,

sie ging „ran an den Mann“ und ganz offensichtlich mag Sharon emanzipierte, unzimperliche Frauen.

Ganz der Gentleman stellte er sich dann noch kurz bei Jersys Pflegemutter vor,

und – dich kenn ich! – begrüsste überschwänglich deren Sitznachbarin.

Wer schon mal seinen Wunschzettel für Weihnachten füllen wollte, konnte sich an einem Miez N Mops-Stand mit Halsbändern, Spielsachen und Leckereien inspirieren lassen.

Ein Angebot, das bei den vierbeinigen Gästen auf reges Interesse stiess („Och bitte, nur mal gucken …).

„Okay, was wolltest du dir denn ansehen, etwas zum Fressen?“

„Etwa das hier?“ „Eigentlich das und alles andere, sieht ja verdammt lecker aus…“

„Und riecht auch total gut.“

„Sowas hast du doch zuhause, ausserdem wolltest du nur mal gucken …“

„Wieso hab ich das Gefühl, dass ich immer im falschen Moment beim Wort genommen werde … *seufz*“ 

Inmitten dieser Familie aus prächtigen,

wunderschönen,

freundlichen und mehr

oder weniger

ausgewachsenen Artverwandten 

waren die Kleinen

 gut aufgehoben. Die vierbeinigen ebenso …

wie die zweibeinigen.

Und weil Listenhunde nichts von Rassendiskrimierung halten,

waren auch die Kollegen anderer Bauart

eingeladen und

herzlich willkommen

dabei zu sein.

Prisca liess es sich nicht nehmen, jeden Gast persönlich zu begrüssen und war entsprechend nur selten mit leeren Händen anzutreffen.

Nach dem Mittagessen gings auf den Agility-Parcours, bei dem es nicht nur auf Geschicklichkeit und Tempo ankam, sondern auch auf die Fähigkeit, der Verlockung von Fressbarem zu widerstehen: Mitten auf der Strecke verströmte ein mit Nassfutter gefüllter Napf seinen verführerischen Duft, das ultimative piece de resistance.

Versammlung und konzentriertes Warten der Teilnehmer im Startraum.

Doping war ausnahmsweise erlaubt.

Auch die Kleinen gingen an den Start, wenn auch vielleicht nicht ganz so konzentriert.

Aber gerade die Junioren 

machten ihre Sache

dann richtig prima

und absolvierten den Parcours

mit Bravour.

Und was ein gutes Team ist,

das packt auch gemeinsam

diesen schrecklichen Tunnel!

Sharon war durch das Doping vermutlich etwas zu sehr auf den Geschmack gekommen und schwächelte kurz bei der „Napfhürde“.

Kain & Saron „Parcürchen“ Triengen from Martina Monti on Vimeo.

Auch wenn er es am Ende doch noch auf den dritten Platz geschafft hat, nicht ganz auszuschliessen ist, dass er dem Napf noch einige Zeit nachgetrauert hat 🙂 .

P.S.  Jersy sucht ein Zuhause. Informationen zu ihrer Geschichte gibts hier, wer mehr wissen oder das Mädchen kennenlernen möchte, meldet sich bei der Listenhunde-Hilfe.

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